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1. August 2026 - Kommentare deaktiviert für ECHOKAMMER FREUD

ECHOKAMMER FREUD

Die präsentierten Zeichnungen, Bilder, Skulpturen, Objekte und Installationen bilden eine assoziative
Echokammer, in der einige zentrale Ideen der Psychoanalyse Freuds widerhallen. Einige Künst-
ler*innen beziehen sich mit spezifischen Arbeiten darauf, andere tun es in ihrem Werk indirekt.
Die Arbeitsräume Freuds in der Wiener Berggasse geraten bei LETIZIA WERTH zu einer ins Zwielicht
gesetzten Lesbarkeit, die zwischen Dokumentation und Traumszene pendelt.
Übertragung und Spiegelung sind bei KAREN HOLLÄNDER und MARTIN SCHNUR präsent, deren
Malerei zu Grenzgebieten zwischen Affekt und Besinnung, zwischen Ich-Postulat und Narzissmus gerät.
Das triadische Konzept der Psyche, der Ich-Begriff und die damit verknüpfte Frage nach Identität werden von ROMAN PFEFFER als modulare Möglichkeit und bei MICHAEL KOS als diverse Tempi von
Erlebniszeit interpretiert.
Die surrealen Traumwelten FRANZISKA MADERTHANERs beziehen ihre Spannung maßgeblich durch
Elemente des Unheimlichen und Todestriebs, während MARKUS HOFERs Objekte als ironisches Perpetuum Mobile des Wiederholungszwangs funktionieren.
GUDRUN KAMPLs feministische Umdeutungen des Familienpatriarchen sind weniger süffisant, als sie
auf den ersten Blick erscheinen mögen, denn ihre freimütigen Bilder sexualisieren reziprok den historischen Sexualisierer Freud.
Während JULIE HAYWARD die Methode des Automatismus in der Zeichnung anwendet und die
Resultate daraus zu bestechend eleganten Objekten weiterentwickelt, die zwischen dem Heimeligen und
dem Unheimlichen, zwischen Exponiertheit und Zufluchtsort wechseln, führen STEFAN ZSAITSITZs
Bleistiftzeichnungen vor Augen, wie kurios und vertrackt die Psyche sein kann - und er tut es im besten
Sinne jenes Witzes, über den Freud auch eine Schrift verfasst hat.

Eröffnung: Freitag, 7. August 2026, ab 16 Uhr, im Rahmen des ZeitKunstFestival All That Freud!
Dauer: 7.8 – 30.8.2026 (7. - 9.8. nur mit Festivalticket)
Öffnungszeiten: Do. bis So., 16 - 20 Uhr
Schüttkasten, Schloss Schrattenthal im Weinviertel
2073 Schrattenthal 1
https://www.projektkunst.at/zeitkunstfestival

6. Juni 2026 - Kommentare deaktiviert für Gaslight

Gaslight

In dieser Ausstellung zeigt Letizia Werth aktuelle Werke aus der Reihe Gaslight, großformatige Zeichnungen auf Leinwand sowie zweifarbige Monotypien.

Eröffnung: Donnerstag, 11. Juni 2026, ab 18 Uhr
Dauer: 11.6 – 25.7.2026
Öffnungszeiten: Mo. bis Sa., 13 - 18 Uhr und nach Vereinbarung
C.A. Contemporary Art Gallery
Ballgasse 8, 1010 Vienna
www.cacontemporary.com

10. Februar 2026 - Kommentare deaktiviert für not quite there

not quite there

In ihrer Ausstellung not quite there verweben Anja Nowak und Letizia Werth zwei künstlerische Praxen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Zeitlichkeit, Veränderung und Sprache auseinandersetzen. So entstehen Dialoge zwischen Material, Raum und Erinnerung – stille Tischgespräche zwischen Dingen, die Spuren tragen und Prozesse sichtbar machen.

Eröffnung: Samstag, 28. Februar 2026, 16 Uhr
Finissage: Sonntag, 29. März 2026, 16 Uhr
Dauer: 28.2. - 29.3.2026
Öffnungszeiten: Sa.–So. 13-18 Uhr und nach Vereinbarung
Kunstverein Baden
Beethovengasse 7, 2500 Baden
www.kunstvereinbaden.at

13. März 2025 - Kommentare deaktiviert für We don’t hate flowers

We don’t hate flowers

Zeitgenössische Stillleben haben ihre große symbolische und metaphysische Bedeutung beibehalten. Künstler, die Blumen - geschnitten oder lebendig - malen, tun dies aus den unterschiedlichsten Gründen: um eine Idee oder ein Konzept zu symbolisieren, um einen Bezug herzustellen oder eine Hommage zu erweisen, um einen Ausschnitt aus dem täglichen Leben darzustellen oder um Schönheit und Farbe in eine dunkle Welt zu bringen. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf eine Aussage von Georgia O'Keeffe, berühmt für ihre Nahaufnahmen von Blumen: Ich hasse Blumen - ich male sie, weil sie billiger sind als Modelle und sich nicht bewegen. Letizia Werth zeigt in der Gruppenausstellung neue Zeichnungen aus der Reihe Flowers.

Eröffnung: Donnerstag, 20. März 2025, 18 Uhr
Dauer: 20. März - 20. Mai 2025
Öffnungszeiten: Mo-Sa 13-18 Uhr und nach Vereinbarung
C.A. Contemporary
Ballgasse 8
1010 Wien

8. Juli 2024 - Kommentare deaktiviert für Shadow Flowers

Shadow Flowers

Letizia Werth interessiert sich für Zeichnung, ihre Materialität und das Verhältnis von Zeichnung und anderen Medien wie der Photographie. Unter dem Titel „Shadow Flowers“ fasst sie einen Zyklus monochromer Arbeiten zusammen, in denen sie Bilder aufgefundener anonymer – „verlorener“ - Photographien in Graphit und Tusche auf die Leinwand transformiert. Auf dem Weg der Loslösung von der photographischen Vorlage treten Kategorien wie Raum, Zeit, Fiktion und Realität in ihrer Fragilität hervor. „Das Zeichnen ist ein unmittelbarer Prozess des Einverleibens und Verdauens (…). Er ist vergleichbar mit dem Fluss der Atemluft beim Ein- und Ausatmen, dem Innehalten sowie Loslassen und genau so halte ich die Zeit für ein paar Momente inne und bewege mich in neue Bildwelten hinein.“ Letizia Werth hat sich von Photographie, Video über Röntgenbild bis hin zur Séance eingehend mit dem Einfluss verschiedener Medien auf die Wahrnehmung beschäftigt. In den Shadow Flowers verwischen sich die Grenzen von Geistigem und Körperlichem, Realität und Imagination. Einerseits wissen wir: es existieren realer Urheber, Zeiten, Entstehungsorte, doch sind für immer unbekannt, in Vergessenheit geraten, ausgelöscht. Zugleich tritt in den Vordergrund, was bleibt: eine schon damals eindringliche Stimmung oder eine geheimnisvolle Impression von Licht und Schatten, die uns vielleicht gerade deshalb so berührt, weil sie sich in der Welt des Alltäglichen ereignet. Beim Innehalten und Schwinden und Auftauchen, Erinnern und Vergessen, beweisen uns diese Arbeiten die Sensibilität der Künstlerin für die Poesie von Zeitlichkeit und Intensität des einmaligen, doch vergänglichen Moments.

Eröffnung: Samstag, 3. August 2024, 18 - 21 Uhr
Künstlergespräch: Samstag, 24. August 2024, 17 Uhr
Dauer: 3.8. – 4.9.2024
Öffnungszeiten: Di., Do., Fr., Sa. 14 - 19 Uhr und nach Vereinbarung

GALERIE feinart berlin
Niebuhrstraße 71
10629 Berlin
www.feinart-berlin.de